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Farbmanagement

Im Farbmanagement werden alle in einer Prozesskette vorhandenen Elemente aufeinander abgestimmt. Vom Schnappschuss mit der Kamera, über die Bearbeitung auf dem Monitor bis hin zur Ausbelichtung auf dem Minilab, müssen alle 3 Elemente die selben Farbanzeigen aufweisen. Da es sich bei allen 3 Elementen um unterschiedliche Techniken handelt, werden die Ergebnisse auch immer unterschiedlich aussehen. Es sei denn, sie sind aufeinander abgestimmt und dabei hilft die Verwendung des selben Farbraumes.



Dazu sind verschiedene Schritte nötig:




Der Farbraum
Alles fängt mit der Wahl des Farbraumes an. Da wir uns als Labor nicht auf jeden einzelnen unserer Kunden einstellen können, bitten wir darum, dass die Kunden sich auf uns einstellen. Nur so können wir garantieren, dass Ihre Bilder auch so ausbelichtet werden, wie Sie es wollen.


Wir arbeiten mit dem sRGB Farbraum. Warum? Ein kleiner Auszug aus Andreas Beitingers Übersicht der Vergleiche zwischen sRGB und AdobeRGB:

"... Zahlreiche Anfänger folgen dieser Empfehlung und nutzen AdobeRGB. Das Ergebnis sind neue Probleme. "Warum sehen meine Bilder in Photoshop sehr gut aus, sind aber im Internet viel blasser?" - "Warum haben die Bilder nach dem Ausbelichten einen Farbstich?" - Tja, Schuld daran hat der falsch angewendete AdobeRGB-Farbraum. Leider hat der gelobte "größere Farbraum" auch Nachteile, wenn man seine Funktionsweise gar nicht versteht und ihn unsachgemäß nutzt. Nicht zufällig gibt es viele kundige Fotografen (auch Berufsfotografen), die bewusst sRGB einsetzen und für sich in AdobeRGB eher Nachteile als Vorteile sehen; erst recht raten sie Anfängern, die noch nichts von Farbmanagement verstehen und mit AdobeRGB nicht korrekt umgehen könnten, zur ausschließlichen Benutzung von sRGB....

.... AdobeRGB sollte man nur benutzen, wenn man die nötige Softwareausstattung hat und über hinreichende Farbmanagement-Kenntnisse verfügt. Falsch angewendetes AdobeRGB ist nicht nur nutzlos, sondern es führt sogar zu sichtbar schlechteren Bildergebnissen. Ein AdobeRGB-Workflow ist immer etwas umständlicher als ein sRGB-Workflow, weil man auf die Erhaltung der Profile achten und für bestimmte Zwecke nach sRGB konvertieren muss. (Dies gilt sinngemäß auch für andere große Farbräume.) Ob die Vorteile den Mehraufwand für einen großen Farbraum rechtfertigen, bleibt Ansichtssache.
Wäge ich die Vor- und Nachteile gegeneinander ab, rate ich den meisten Hobbyfotografen nach heutigem Stand der Technik zur Verwendung von sRGB (und praktiziere dies auch selber).


Diese Ansichten teilen wir und bitten daher alle unsere Kunden, sich auf den sRGB Farbraum einzustellen. AdobeRGB bietet zwar mehr Möglichkeiten, allerdings ist es wie bei einem Formel1 Auto. Das kann zwar auch schneller fahren, hat bessere Beschleunigung und Möglichkeiten der Feinjustierung, allerdings braucht es unendlich tiefe Fachkenntniss um dieses zu bedienen und die Einstellungsmöglichkeiten zu nutzen.


Monitorkalibrierung
Um einen Monitor dazu zu bringen, die selben Farben anzuzeigen, wie die Ausbelichtung auf dem Foto sie nacher darstellt, ist es nötig diesen regelmäßig zu kalibrieren. Denn sowohl Ihre Kamera, als auch Ihr Monitor und erst recht unsere Labormachinen haben andere technische Vorraussetzungen.

Dazu haben Sie 2 Optionen.

Kalibrierung mittels Vergleichsbildern. Dazu fordern Sie von uns Bilder an, die unsere Labormachinen ausbelichtet haben. Die selben Bilder finden Sie hier um sie auf Ihrem Monitor anzeigen zu lassen. Nun kommt es auf Ihr Augenmaß an, den Monitor entsprechend so einzustellen, dass die Darstellung derer auf den Bilder gleicht.

Die genauere Variante ist das Kalibrieren des Monitors mit technischen Hilfsmitteln. Dazu gibt es einige Optionen. Wir empfehlen die Verwendung von "Spyder Pro" von Datacolor. Dieses Gerät erlaubt es Ihnen, ihren Monitor auf einen genauen sRGB Farbraum zu setzen, ohne dass Sie dazu Vergleiche anstellen müssen.

Spyder Pro verwendet ein Program, welches nach der Darstellungsmessung auf Ihrem Monitor einen festen Grafikkartentreiber aufsetzt, der wiederum bei jedem Start die selben Einstellungen wiedergibt.

Leider ist mit der Zeit zu erwarten, dass Ihr Monitor (je nach Intensität der Benutzung) trotzdem wieder Farbunterschiede aufweist. Der Grund ist so simpel, wie leidig. Monitore verschleißen.

Daher empfehlen wir das regelmäßige kalibrieren spätestens aller 3 Monate.


Die Kamera und Ihr Monitor
Um die Bilder bereits so zu schiessen, dass sie direkt in den angestrebten Farbraum passen, ist es nötig, auch die Kamera anzuweisen, diesen zu verwenden. Wie Sie Ihre Kamera anweisen, den richtigen Farbraum bereits beim schießen der Bilder zu erstellen, entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung ihres Models. Generell gilt, eine Bild ist nur so gut, wie die Kamera die es geschossen hat. Wir empfehlen also, sich vor dem Kauf im Fachhandel genaustens zu informieren.